Abenberger Feuerwehrjugend hält eine 24-Stunden-Übung
Wir haben vom 3.-4.September eine 24-Stunden-Übung abgehalten.
"Oh ja, wir wollen da mitmachen" hat es in unserer Gruppe geheißen, als der Jugendwart in einer Gruppensitzung fragte, ob Interesse an einer 24-Stunden-Übung im Feuerwehrhaus besteht.
So wurde mit einem kleinen Arbeitskreis und dem Einverständnis der Vorstandschaft eine Übung ausgearbeitet, die für 24 Stunden volles Programm bietet.
Der Tagesablauf und die Einsatzübungen wurden
dem Wissensstand der Jugendlichen angeglichen.
Um 17.00 Uhr ging es am Freitag Abend los. Es wurde in unserem Schulungsraum Quartier bezogen und die persönliche Schutzausrüstung angezogen.
Um 17:30 Uhr wurde eine Ausbildung an der Schiebeleiter und am Tanklöschfahrzeug durchgeführt. Weiterhin wurden Atemschutzgeräte jugendgerecht umgebaut und die Trupps mit dem "Gerödel" am Rücken vertraut gemacht. Nach der Ausbildung wurde ausgiebig Brotzeit gemacht.
Plötzlich eine Alarmmeldung - in einem
Wohnhaus in der Schwabacher Straße ist ein Brand ausgebrochen und drei Personen
werden im Gebäude vermutet . - LF16TS und TLF 16 sowie das MZF sind zur
Personenrettung und Brandbekämpfung ausgerückt. In der Einsatzübung konnte dann
das Erlernte praxisnah angewendet und geübt werden.
Nach
der Einsatzübung wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und eine
kurze Pause eingelegt.
Gegen 21:00 Uhr wurden die Jungfeuerwehrler mit dem Thema "Erste Hilfe" konfrontiert. Die Ausbildung erfolgte im Themenbereich - Auffinden einer leblosen Person und das Absetzen eines Notrufes über Funk. Prompt wurde um 21:45 Uhr ein Unfall gemeldet - Fahrradfahrer ist mit einem Stapler zusammengestoßen. Jetzt hieß es Tempo. Wichtig war jetzt für den eingeteilten Dreiertrupp Nerven behalten. An die Handlampe denken, die Decke nicht vergessen und den Erste-Hilfe-Kasten mitnehmen. Nachdem die Lage gedeutet war, musste vom MZF aus ein Notruf per Funk abgesetzt werden. Nach der Übung wurde dann angeregt über die einzelnen Vorgehensweisen diskutiert.
Um 24:00 Uhr war Zapfenstreich - Bettruhe wäre angesagt gewesen. Niemand hat wirklich geschlafen, alle waren viel zu aufgeregt.
Kurz vor 2:45 Uhr ging für unsere Feuerwehrjugend ein Alarm ein. - Nach einem Unfall mit einer Kettensäge wird ein Arbeiter vermisst. Raus aus dem Schlafsack, rein in die Stiefel, die Hose war noch angezogen, die Jacke schnell unter den Arm und den Helm, so dass er hält, auf den Kopf und dann in das zugewiesene Feuerwehrauto eingestiegen. An der Einsatzstelle, die weit außerhalb von Abenberg lag, wurden die Aufgaben verteilt und der Einsatz begann zu laufen. Plötzlich eine Lageänderung, an der Einsatzstelle entzündete sich ein umgefallener Benzinkanister, der einen Abfallhaufen in Brand setzte. Als der Einsatz abgelaufen war, konnten wir uns nach dem Einrücken in das Gerätehaus noch ein paar Stunden auf´s Ohr hauen, bevor es um 7:00 Uhr schon wieder aufstehen hieß.
Nach dem Frühstück wurden Ausbildungen im Bereich THL durchgeführt, die sich speziell mit dem Thema - Heben und Senken - befassten. Von der Brechstange bis zur Büffelwinde und dem Hebekissen wurde alles erklärt und geübt. Einsatzbeispiele verlangten von den Jugendlichen selbständig zu entscheiden, welche Art der Rettung im speziellen Fall die effektivste ist.
Um 11:00 Uhr wurde dann miteinander gekocht und um 12:30 Uhr Mittag gegessen. Nach einer kurzen Mittagspause wurde es wieder heiß. Ein Flächenbrand auf einem Getreidefeld wurde gemeldet. Wieder mussten die Jugendlichen ausrücken und die anspruchsvolle Einsatzübung bei starker Hitze meistern. Die brennende Fläche wurde mit drei C-Rohren und einem S-Schlauch gelöscht. Danach entstand noch eine kleine Wasserschlacht, bei der auch so mancher Ausbilder nass wurde.
Um 17:00 Uhr war dann Feierabend. Bei der Abschlussbesprechung wurde allen Mitwirkenden gedankt und die Jugendlichen für ihre Disziplin und ihren Ehrgeiz gelobt.
Dies war die Erste 24-Stunden-Übung, aber bestimmt nicht die Letzte. Mit diesen Worten wurden die Teilnehmer nach Hause entlassen.
Teilnehmer der Übung waren:
Schmidt Kerstin, Busch Stefanie, Waldenmeier Leoni, Zver Christina, Heiling Andreas, Kuhn Stefan, Heerdegen Christian, Bayer Frank, Zeiner Matthias, Wolkersdorfer Daniel, Burkhardt Markus,
Ausbilder bei der Übung waren:
Schneider Thomas, Kolb Richard, May Michael, Wechsler Frank, Nisslein Werner, Gruber Gerd, Höfling Josef, Heiling Jörg, Wolkersdorfer Jürgen, Köppel Florian, Seitz Roland
Statisten bei der Übung waren:
Nowak Alexander und Ziemann Katharina
Organisation:
Meyer Jens und Heiling Jörg
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten für das gute Gelingen dieser Veranstaltung recht herzlich bedanken.
Besonderer Dank gilt auch allen Kameraden, die uns mit Verpflegung und Spenden unterstützt haben.
Jens Meyer Heiling Jörg
Jugendfeuerwehrwart stellv. Jugendfeuerwehrwart