Jahreshauptversammlung der FFW Stadt Abenberg e.V.
Wiederwahl von Kommandant Josef Höfling und Neuwahl zur Vorstandschaft
Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Abenberg standen die Neuwahlen von Kommandant und Vorstandsmitgliedern der Wehr. Hierbei wurden der bisherige Kommandant und Kreisbrandmeister Josef Höfling und Schriftführer Alfed Schneider für weitere 6 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt wurden Bettina Weigand und Alexander Köppel als Revisoren.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Sachstandsbericht zur Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs. Es dient als Ersatz für das mittlerweile über 25 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25. Bürgermeister Werner Bäuerlein kündigte die Auslieferung des Großfahrzeugs an die Wehr zum Jahresende an.
Zu der Versammlung im Unterrichtsraum des Gerätehauses konnten Vorstand Thomas Martin und Kommandant Josef Höfling den Ersten Bürgermeister der Stadt Abenberg, Werner Bäuerlein, 61 aktive und passive Mitglieder des Feuerwehrvereins und mit Ehrenkommandant Josef Höfling senior und Ehrenkreisbrandmeister Willibald Bayer auch zwei verdiente Mitglieder der Wehr begrüßen.
Bei der turnusmäßig anstehenden Neuwahl des Kommandanten für die Amtsperiode bis 2012 standen sich mit dem bisherigen Amtsinhaber und Kreisbrandmeister Josef Höfling einerseits und Gruppenführer und Jugendwart Jens Meyer andererseits die Vertreter zweier Generationen gegenüber. In der geheimen Wahl, bei der nur die aktiven Feuerwehrkräfte wahlberechtigt sind, entschieden sich die Feuerwehrfrauen und –Männer der Abenberger Stützpunktwehr mit 25 von 49 Stimmen für den bisherigen Amtsinhaber.
In dem auf Anhieb guten Ergebnis von 24 Stimmen für Jens Meyer spiegelt sich das Vertrauen in die Kompetenz des Jugendwarts wieder. Er hat in den Jahren seit seiner Berufung wesentlichen Anteil an der Nachwuchsarbeit. Die Stützpunktwehr -und mit ihr die Abenberger Bürgerschaft- kann insoweit in eine gute Zukunft blicken. Aktuell entschied sich die Mehrheit der aktiven Kräfte aber für ihren langjährigen und erfahrenen Kommandanten, der dieses Amt seit 1988 innehat. Die Wehr hat damit eine günstige Mischung aus nachrückenden und erfahrenen Kräften.
Bürgermeister Werner Bäuerlein sieht auch deshalb in seiner Stützpunktwehr einen „Sicherheitsfaktor“ in der Stadt. Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von der Fülle der Aufgaben, die die Führungsmitglieder und Aktiven Jahr für Jahr bewältigen und die in den ausführlichen Berichten der Vorstandschaft dargestellt werden.
Deshalb sei es für den Stadtrat auch keine Frage gewesen, die Modernisierung des Geräte- und Fuhrparks zügig in Angriff zu nehmen. Unterstützt vom kompetenten fachlichen Rat der beiden Kommandanten Josef Höfling und Gerd Gruber sowie einer Arbeitsgruppe der technischen Leitung der Wehr habe man sich für ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 16/24 mit umfangreicher Ausrüstung für den technischen wie auch den Löscheinsatz entschieden. Kein Thema sei, so der Bürgermeister, auch die zusätzliche Beschaffung einer Wärmebild-Kamera gewesen, da dieses Gerät für den effektiven Einsatz der Wehr vor allem bei der Hilfe für Verletzte oder Vermisste sinnvoll sei.
Über diese enge Zusammenarbeit von Stadt und Wehr wird es möglich sein, die Gesamtkosten der Anschaffung auf unter 300.000 Euro zu begrenzen, ein Fakt, der mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt von erheblicher Bedeutung ist. Dies ist auch den Mitgliedern der Wehr bewusst und so haben sie für die Beschaffung von Schutzkleidung im vergangenen Jahr über 1.470 Euro aus der Vereinskasse beigesteuert. Ebenfalls gemeinsam mit der Stadt wurde außerdem ein Beamer für den Unterrichtsraum beschafft, der die Ausstattung des Raumes für Vorführungen und für die Ausbildung ergänzt und verbessert.
Vor dem Hintergrund dieses guten Einvernehmens hat sich die Versammlung auch einem Antrag von Ehrenkreisbrandmeister Willibald Bayer nicht verschlossen und mit großer Mehrheit entschieden, die laufende Spendenaktion zugunsten der Burgsanierung zu unterstützen und eine der insgesamt 60 Zinnen der Burgmauern mit 450 Euro aus der Vereinskasse zu finanzieren.
Der Bürgermeister sparte deshalb nicht mit Lob und Anerkennung für seine Stützpunktwehr. Dies werde auch in der Bürgerschaft so gesehen, wie das breite Interesse und der gute Besuch beim Tag der offenen Tür am Gerätehaus beweise.
Arbeit und Veranstaltungen der Wehr im zurückliegenden Jahr wurde im Jahresbericht des Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Thomas Martin, und im technischen Bericht von Kommandant Josef Höfling dokumentiert.
Der Vorsitzende berichtete zusammenfassend über die Vereinsaktivitäten, die durch die rege Mitwirkung der Mitglieder jeweils gelungen gestaltet oder erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Lediglich der Faschingsball 2006 sei auf zu geringe Resonanz gestoßen. Hierzu appellierte vor allem der stellvertretende Vorsitzende Adolf Schmidt an alle Mitglieder zu deutlich höherem Zuspruch, ohne den der Ball schon auf kurze Sicht nicht fortgeführt werden könne.
Der technische Bericht von Kommandant und Kreisbrandmeister Josef Höfling listete detailliert die Einsätze, Übungs- und Ausbildungsarbeit sowie die „stille“ Arbeit in Gerätewartung und Arbeitsdienst am Gerätehaus auf.
Im Berichtsjahr war die Wehr zu insgesamt 46 Einsätzen gerufen worden, wovon 35 auf den Bereich der technischen Hilfeleistung entfielen. Brandeinsätze waren lediglich zwei angefallen. Neben den 19 Gruppenübungen hatte die Wehr auch 2 Einsatzübungen der gesamten Wehr absolviert, die Nachwuchsgruppe darüber hinaus gesonderte Übungen im Rahmen ihres wöchentlichen Zusatz-Dienstes. Für die Atemschutz-Geräteträger und die Maschinisten sowie zur Funk- und Sanitätsausbildung hatten ebenfalls gesonderte Übungen und Lehrgänge stattgefunden. Insgesamt waren in der Ausbildung 720 Stunden geleistet worden.
Zur Pflege und Wartung der Atemschutzgeräte sowie des Fuhrparks und der sonstigen Ausrüstung hatten die Gerätewarte Roland Seitz (Atemschutz) und Frank Wechsler zusammen mit dem Wartungs-Team rd. 450 Stunden geleistet.
Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Wehr hat sich auch im Berichtsjahr 2005 fortsetzen lassen. Im Laufe des Übungsjahres sind 3 weitere Nachwuchskräfte in die Wehr eingetreten und haben bereits erfolgreich an ersten Ausbildungen teilgenommen. Kommandant Höfling konnte zudem neben den Anwärtern Julia Nißlein, Michael Schmidt und Stefan Schlamp auch eine Vollkraft neu in die Wehr aufnahmen: infolge Umzugs war Christian Metzger von der FFW Roth zur Abenberger Wehr gewechselt.
Die Abenberger Wehr hat sich durch die
zahlreichen Neuaufnahmen in den letzten Jahren stark verjüngt: etwa ein Drittel
der aktiven Mitglieder sind in dieser Zeit als Anwärter zur Wehr gestoßen.
Gleichzeitig stellen die jungen und jüngeren Kräfte schon die Hälfte der
Aktiven. Damit steht wohl ein Generationswechsel an. Auch hat der Jugendwart
immer neue Jugendliche zur Führungsarbeit in der Jugendgruppe gewinnen können,
zuletzt Stilla Schmidt als Sprecherin der weiblichen Nachwuchskräfte.
Die Jugendgruppe hat auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Zusatzausbildungen und Lehrgänge absolviert, der „Youngster“ der Abenberger Wehr, Michael Schmidt, konnte dabei den Grundlehrgang zum Feuerwehrmann, die so genannte Truppmann-Ausbildung 1, sogar als Lehrgangsbester abschließen. Auch darin zeigt sich eindrucksvoll der Erfolg der Nachwuchsarbeit in der Wehr.
Andererseits ist diese Verjüngung für die Personalstärke der Wehr erforderlich und deshalb auch ein wesentliches Anliegen des für die technische Leitung verantwortlichen Kommandanten. Da Michael Kohout im Laufe des Jahres aus der Wehr ausgetreten war und mit Frank Martin, Richard Heckel und Josef Schneider drei langjährige Mitglieder ihren aktiven Dienst beendet hatten, kann mit diesen Neuaufnahmen die Zahl der aktiven Kräfte weiterhin stabil gehalten werden.
Trotz des übervollen Programms der Versammlung haben die Mitglieder auch ihre Hilfe für weniger begünstigte Mitglieder unserer Gesellschaft nicht vergessen. Die traditionelle Sammlung für die Lebenshilfe-Aktion der Landkreis-Wehren ergab dieses Jahr einschließlich eines Beitrags aus der Vereinskasse einen Betrag von 120 Euro, der der Lebenshilfe Schwabach zugeführt wird.
Zum Abschluß der Versammlung präsentierte die Vorstandschaft Bilder aus Vereinsleben und Einsatztätigkeit der Wehr im Berichtsjahr 2005 / 2006, die auch auf der Internet-Seite der Wehr einzusehen sind (www.feuerwehr-abenberg.de)
Alfred Schneider,
Schriftführer FFW Stadt Abenberg